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Besuch beim „Gott des Feuers und der Schmiede“
Die Helden meinen Romans „Magnetator – Das Delfin-Symbol“ verschlägt
es ins Innere der Erde. Zugang finden sie über einen
Vulkanschlot. Im Erdinnern stoßen sie auf eine Zivilisation,
die sogar Handel betreibt. Bezahlt wird unter anderem mit
Schwefel. Das war für mich Grund genug, um die Insel
Vulcano zu besuchen. Der Sage nach lebt hier Vulcano, der
Gott des Feuers und der Schmeide, ihm verdanken alle anderen
Feuerberge ihren Namen: Vulkane.

© terrascience medien
Die Anreise nach Vulcano mit dem Tragflächenboot ist
einfach und von Stromboli aus in ca. einer Stunde erledigt
(auch hier sind Reisekaugummis gegen Seekrankheit durchaus
empfehlenswert). Bei hohem Seegang kann es aber sein, dass
die Tragflächenboote nicht verkehren. Bereits beim Betreten
der Insel sticht einem der Schwefelgeruch in die Nase.
Aber das ist noch gar nichts gegen den Geruch nach einem
Bad in der Schlammtherme der Insel. Klar, dass ich mir ein
Bad nicht entgehen lassen wollte, aber der anschließende
Gestank auf der Haut hielt noch über drei Tage an. Naja,
so kann man auch auffallen (müffel). Jedoch sollte ich
bemerken, dass an der dem Schlamm nachgesagten heilenden
Wirkung vielleicht doch ein wenig dran ist. Die Haut fühlte
sich noch Wochen nach der Heimkehr geschmeidig an. Die Schlammtherme
entstand durch eine Probebohrung des AGIP-Konzerns, der dort
mittels geothermalen Wasserdampfs Strom erzeugen wollte.
Das Projekt war nicht erfolgreich, zurück blieb dieser
Schlammpool.
Der Vulkan Fossa in der Mitte Insel ist mit seinen 391 Meter
nicht besonders schwer zu erklimmen.
© marc
szeglat
Dafür wartete eine andere Herausforderung in Form eines „Spießrutenlaufs“ auf
uns.
Es gilt als sicher, dass der Vulkan der Insel, der Fossa,
nicht erloschen ist. Noch immer zischen kochend heiße
Schwefeldämpfe aus zahlreichen Fumarolen am Kraterrand
und auch am Strand von Porto di Levante (Schlammtherme).
©
marc szeglat
Der Wind bläst an der Caldera des Vulkans sehr heftig.
Kniet man sich hin, um das Schauspiel an den Fumarolen näher
zu bestaunen, kann es vorkommen, dass dieser wie auf Bestellung
schlagartig dreht und die mehrere hundert Grad heißen
Dämpfe einem plötzlich ins Gesicht wehen. Die Temperatur
ist aber noch nicht alles, vielmehr ist man von dem stechenden
Schwefeldampf so schockiert, dass einem der Atem stockt.
Also etwas Vorsicht ist angesagt.
©
marc szeglat
Die Fumarolen sind wirklich sehr beeindruckend und man hat
den Eindruck, dass unter der Erde ein Drachen faucht. Allerdings
riechen die Klamotten dann auch nach dem Waschen noch längere
Zeit nach seinem „Mundgeruch“.
© marc szeglat
An den Fumarolen muss man vorbei, wenn man den Gipfel direkt
erklimmen will, was aber kein Problem darstellt. Der Krater
ist sehr groß und man kann auch über einen längeren
Weg um den Krater herum auf den Gipfel gelangen. In der unmittelbaren
Nähe findet man teils reine Schwefelkristalle, die man
sich aber besser nicht in die Tasche stecken sollte. Der
Grund dafür ist ganz einfach: Kommt reiner Schwefel
mit Wasser in Berührung, erhält man reine Schwefelsäure,
die wirklich nicht bekannt dafür ist, gesund zu sein.
Also vor allem Reisende mit Kindern sollten darauf achten,
dass keine „gelben Steine“ eingesteckt werden.
©
markus hartmann
Der Abstecher zum Vulcano war ein faszinierendes Erlebnis
und hat einmal mehr dazu beigetragen, einen Eindruck von
der Vielseitigkeit der Vulkanwelt zu erhalten und Vulkanen
mit immer mit Respekt zu begegnen.
Weiterführende Informationen rund um Vulcano bietet
die Internetseite von terrascience medien auf www.vulkane.net.
Markus R. Hartmann
Hier geht’s zum Reisebericht vom Stromboli.
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zu folgenden Themen:
www.m-coach.de :
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www.delfin-pangaea.de :
Reisen zu Walen und Delfinen
Autor: M.Hartmann
Copyright Bilder und Text: M.Hartmann
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